Kirche St. Martin
Martin zu Ross
Kindermarkt
Kinderstand Mädchen

Die Entstehung des Martinifestes

Der Hl. Martin ist der Kirchenpatron der Pfarrkirche in Oberrohrdorf. Sein Patronatsfest war bis 1986 ein Gemeindefeiertag mit einem Festgottesdienst, aber ohne weitere Festanlässe. Die Kinder hatten schulfrei, Büros, Geschäfte und Betriebe waren zum Teil geschlossen.

Nun sollte dieser Feiertag, wie zuvor schon andere kirchliche Festtage im Kt. Aargau (Allerheiligen, Maria Himmelfahrt, Maria Empfängnis usw.) auf einen Sonntag abgeschoben werden. Dagegen wehrte sich im Mai 1987 eine besorgte Gruppe aus Schulpflege, Lehrerschaft und Seelsorgeteam. Statt den Martinstag zu einem gewöhnlichen Arbeitstag abzuwerten, wollte die Gruppe ihn zu einem reichhaltigen, für alle Konfessionen offenen Kirchen- und Dorffest ausweiten und ihn weiterhin am 11. November feiern. Der Gedanke des Teilens sollte, nach dem Vorbild des Hl. Martin, im Vordergrund stehen und ein allfälliger Reinerlös einer gemeinnützigen Institution zugesprochen werden.

Checkübergabe  Gottesdienst in der Kirche St. Martin

Darum wurden möglichst viele Vereine und Gruppierungen aus Kirchen und Gemeinden einbezogen, die Kirchen- und Schulpflegen, das Seelsorgeteam und der Pfarreirat. Da die Schulen von Oberrohrdorf und Remetschwil keinen weiteren freien Tag zur Verfügung hatten, wurde der Martinstag zu den Schulaktivitäten gezählt. So wurde die Schule mit ihren vielen Ideen zu einem starken, tragenden Pfeiler der Mithilfe.

Durch diese breite Unterstützung entstand ein richtiger «Chilbi-Tag» für Kinder und Erwachsene, ein Festgottesdienst in der Martinskirche mit Beteiligung der Schüler, Mittagessen in der Zehntenscheune, Marktbetrieb, Spiele und Verkaufsstände von Klassen und Vereinen, eine kleine Tierschau, Martinigans schätzen, die Zehntenabgabe der Remetschwiler Schüler, der Räbelichter-Umzug mit Kindergarten bis Oberstufe und vieles mehr. Auch die Bedeutung des Martinstages als Zinstag und das Leben des Hl. Martin wurde so den vielen Besuchern wieder vor Augen geführt.

Das Martinifest lebte neu auf und hat sich bei der Bevölkerung fest verankert. Aus der kleinen Initianten-Gruppe ist eine grosse, begeisterte Martinigruppe entstanden.